Wie erkennt man den Goldgehalt im Schmuck? – 3 Tipps für Laien

Ein funkelndes Schmuckstück am Körper zu tragen, ist immer ein besonderer Moment. Doch wie viel ist dieses Stück wirklich wert? Der Goldgehalt ist der entscheidende Faktor, der den Wert von Ketten, Ringen und Ohrringen maßgeblich bestimmt. Ob als wertvolle Erbstücke, potenzielle Investition oder einfach als schöner Besitz – die Gewissheit über die Qualität Ihres Schmucks ist Gold wert.

Wenn Sie kurzfristig finanzielle Mittel benötigen oder beim Goldankauf einen fairen Preis erzielen möchten, sollten Sie den Goldgehalt kennen. Nicht jeder glänzende Ring ist aus purem Gold. Mit grundlegenden Kenntnissen können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen.

Goldbarren auf schwarzem Hintergrund

Adobe Stock – Olivier Le Moal

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Goldgehalt wird in Karat oder als Feingehalt angegeben und bestimmt maßgeblich den Wert Ihres Schmucks.
  • Stempelungen auf dem Schmuckstück liefern erste verlässliche Hinweise auf die Qualität und Zusammensetzung.
  • Einfache Tests wie der Magnettest oder die Prüfung von Gewicht und Optik sind zu Hause durchführbar.
  • Eine professionelle Bewertung durch Experten bleibt die sicherste Methode zur genauen Bestimmung.

Tipp 1: Stempelungen richtig lesen

Das erste Merkmal bei der Bestimmung des Goldgehalts ist die Stempelung auf dem Schmuckstück. Diese eingeprägte Markierung gibt Auskunft über die Legierung. Typischerweise finden Sie den Stempel an unauffälligen Stellen: bei Ringen an der Innenseite, bei Ketten in der Nähe des Verschlusses.Die gängigsten Markierungen sind:

  • 333: Erhaltungszustand und eventuelle Mängel
  • 585: entspricht 14 Karat und einem Goldanteil von 58,5 Prozent
  • 750: entspricht 18 Karat und einem Goldanteil von 75,0 Prozent
  • 999: entspricht 24 Karat und einem Goldanteil von 99,9 Prozent

Bei älteren Stücken kann die Markierung fehlen oder unleserlich sein. Zudem existieren gefälschte Stempelungen, die eine höhere Qualität vortäuschen. Verlassen Sie sich daher nie ausschließlich auf die Prägung.

Tipp 2: Der Magnettest

Der Magnettest bietet eine schnelle Ersteinschätzung. Für die Durchführung benötigen Sie einen Neodym-Magneten. Halten Sie ihn nah an verschiedene Stellen des Schmucks. Spüren Sie keine Anziehung, ist das ein positives Zeichen, denn echtes Gold ist nicht magnetisch. Wird das Schmuckstück jedoch stark angezogen, deutet dies auf Eisen oder Nickel hin.

Doch auch dieser Test hat Grenzen: Einige Goldlegierungen enthalten geringe Mengen magnetischer Metalle. Zudem gibt es unmagnetische Metalle wie Kupfer, die ebenfalls nicht magnetisch sind. Der Magnettest schließt also nur bestimmte Fälschungen aus.

Tipp 3: Gewicht und Optik prüfen

Gold hat eine hohe Dichte und fühlt sich spürbar schwerer an als andere Metalle. Leichte Stücke, die optisch wie massives Gold wirken, könnten hohl gearbeitet oder nur vergoldet sein.
Die Farbe liefert weitere wichtige Hinweise:

  • Gelbgold: klassische goldene Farbe, bei höherem Goldanteil intensiver
  • Weißgold: silbrig-weiße Optik durch Palladium oder Nickel
  • Roségold: rötlicher Schimmer durch hohen Kupferanteil
  • Grüngold: grünliche Nuance durch Silberzusatz

Der Klangtest hilft ebenfalls: Echtes Gold erzeugt beim Aufschlagen einen hellen, klaren Ton. Unechte Metalle klingen dumpfer. Bei Goldplattierungen ist nur die äußere Schicht aus Gold. Solche Stücke erkennen Sie an Abnutzungsstellen, an denen die darunterliegende Schicht durchschimmert.

Fazit: Mit den richtigen Methoden zum Erfolg

Die vorgestellten Methoden bieten Ihnen eine erste Orientierung zur Einschätzung des Goldgehalts. Dennoch ersetzen sie keine professionelle Analyse. Wenn Sie den genauen Wert Ihres Schmucks ermitteln lassen möchten, empfehlen wir, Experten aufzusuchen. Im Pfandleihhaus Hessen bewerten wir Ihre Stücke zuverlässig und fair.