AGB's

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Mit der Über­ga­be des Pfan­des (bei Kfz Fahr­zeug nebst Ori­gi­nal-​Fahr­zeug­do­ku­men­ten und sämt­li­chen Schlüs­seln) und Ent­ge­gen­nah­me des Pfand­schein so­wie Aus­zah­lung des Pfand­dar­le­hen wird ein Pfand­kre­dit­ver­trag ab­ge­schlos­sen, der der Ver­ord­nung über den Ge­schäfts­be­trieb der Pfand­lei­her, den sons­ti­gen ein­schlä­gi­gen Vor­schrif­ten so­wie die­sen Ge­schäfts­be­din­gun­gen un­ter­liegt.

2. Der Ver­pfän­der er­klärt mit der Über­ga­be des Pfan­des und Ent­ge­gen­nah­me des Pfand­schei­nes, dass das Pfand­stück sein frei­es Ei­gen­tum ist und er die al­lei­ni­ge Ver­fü­gungs­be­fug­nis be­sitzt. So­weit das Pfand zu den in §§ 1369, 1450 BGB be­zeich­ne­ten Din­ge ge­hört, ver­si­chert der Ver­pfän­der die aus­drück­li­che Ein­wil­li­gung sei­nes Ehe­gat­ten zur Durch­füh­rung der Ver­pfän­dung.

3. Ist das Pfand­recht gül­tig be­stellt wor­den, so ist der Ver­pfän­der von je­der per­sön­li­chen Ver­pflich­tung dem Pfand­lei­her ge­gen­über aus dem Pfand­kre­dit be­freit. Wird das Pfand nicht aus­ge­löst (Zif­fer 4), kann sich der Pfand­lei­her aus­schließ­lich aus dem Pfand be­frie­di­gen. So­weit der Pfand­lei­her we­gen der Rech­te ei­nes Drit­ten kein Pfand­recht er­wirbt, hat der Ver­pfän­der dem Pfand­lei­her als Scha­dens­er­satz das Dar­le­hen, die im Pfand­schein ver­merk­ten Zin­sen so­wie die bis zum Ta­ge der Her­aus­ga­be des Pfan­des an den be­rech­tig­ten Drit­ten bei Gül­tig­keit des Pfand­kre­dit­ver­tra­ges zu be­rech­nen­de Kos­ten­ver­gü­tung und Stand­ge­büh­ren zu zah­len. Hat der Pfand­lei­her das Pfand an ei­nen Drit­ten her­aus­ge­ge­ben, der sein die Ver­pfän­dung hin­dern­des Recht glaub­haft ge­macht hat, oder ist er zur Her­aus­ga­be ver­ur­teilt gilt das Pfand­recht als nicht ent­stan­den. Das glei­che gilt ent­spre­chend, wenn der Pfand­lei­her das Pfand be­reits ver­äu­ßert hat­te und der Drit­te Er­satz ver­langt hat; ist die­ser Scha­den hö­her als der nach dem vor­ste­hen­den Ab­satz zu zah­len­de Be­trag, so haf­tet der Ver­pfän­der in die­ser Hö­he.

4. Ge­gen Zah­lung des Dar­le­hens ein­schließ­lich der Zin­sen und Un­kos­ten­ver­gü­tung kann das Pfand un­ter Ab­lie­fe­rung des Pfand­schei­nes aus­ge­löst wer­den, so­weit es nicht zum Zwe­cke der Ver­wer­tung dem Ver­stei­ge­rer aus­ge­hän­digt wor­den ist. Der Pfand­lei­her ist nicht ver­pflich­tet, die Be­rech­ti­gung des Pfand­schein-​In­ha­bers zur Aus­lö­sung des Pfan­des zu prü­fen, so­weit nicht dem Pfand­lei­her Vor­satz oder gro­be Fahr­läs­sig­keit vor­zu­wer­fen sind.

5. Bei Fäl­lig­keit des Dar­le­hens ist ei­ne Er­neue­rung des Pfand­kre­dit­ver­tra­ges nur ge­gen Zah­lung der Zin­sen und Un­kos­ten­ver­gü­tung (bei Kfz auch die Stand­ge­büh­ren) und nur im Fal­le des Ein­ver­ständ­nis­ses des Pfand­lei­hers mög­lich.

6. Ein Ver­lust des Pfand­schei­nes ist un­ver­züg­lich vom Ver­pfän­der dem Pfand­lei­her schrift­lich an­zu­zei­gen und glaub­haft zu ma­chen, in­dem er ent­we­der die Num­mer des Pfand­schei­nes oder den Tag der Ver­pfän­dung an­gibt und das Pfand nä­her be­schreibt. Macht der Ver­pfän­der den Ver­lust aus­rei­chend glaub­haft, so er­hält er zum Nach­weis der Ver­lust­an­zei­ge ei­ne Be­schei­ni­gung. Die Aus­lö­sung oder Er­neue­rung des Pfan­des ist hier­bei grund­sätz­lich erst nach Ein­tritt der Fäl­lig­keit mög­lich.

7. Zin­sen und Un­kos­ten­ver­gü­tung die nach Mo­na­ten zu be­rech­nen sind, wer­den auch für den an­ge­bro­che­nen Mo­nat voll er­ho­ben. Je­der Mo­nat hat 30 Ta­gen. Der Tag der Ver­pfän­dung wird hier­bei nur dann mit­ge­rech­net, wenn das Pfand am glei­chen Tag aus­ge­löst wird. Die Stand­ge­büh­ren wer­den tag­ge­nau ab­ge­rech­net.

8. Wird das Pfand nicht aus­ge­löst oder er­neu­ert, wird es durch öf­f­ent­li­che Ver­stei­ge­rung oder im frei­hän­di­gen Ver­kauf nach § 1221 BGB ver­wer­tet. Ist die Ver­stei­ge­rung oder der frei­hän­di­ge Ver­kauf be­reits ein­mal aus­rei­chend öf­f­ent­lich be­kannt ge­macht wor­den, so be­darf es, falls wei­te­re Ver­stei­ge­run­gen nö­tig wer­den, in den nach­fol­gen­den Be­kannt­ma­chun­gen nur ei­nes all­ge­mei­nen Hin­wei­ses auf bis­her un­ver­kauft ge­blie­be­ne Pfän­der. Ver­pfän­der und Pfand­lei­her sind sich dar­über ei­nig, dass die An­ord­nung der Ver­stei­ge­rung, ei­ne Frist­be­stim­mung hier­für und Be­nach­rich­ti­gung über den Zeit­punkt der Ver­stei­ge­rung -​aus­ge­nom­men die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne öf­f­ent­li­che Be­kannt­ma­chung-​ so­wie die Mit­tei­lung über das Ver­stei­ge­rungs­er­geb­nis un­tun­lich sind und da­her un­ter­blei­ben, un­be­scha­det des Rechts des Aus­lö­sungs­be­rech­tig­ten, den aus dem Pfand er­ziel­ten Über­schuss beim Pfand­lei­her ab­zu­ho­len. Sind durch ei­nen Pfand­kre­dit­ver­trag meh­re­re Ge­gen­stän­de ver­pfän­det, so ist der Pfand­lei­her zur Ver­wer­tung al­ler Pfand­stü­cke be­rech­tigt oh­ne Rück­sicht auf die Hö­he des aus den Ein­zel­stü­cken er­ziel­ten Er­lö­ses. Hat der Ver­pfän­der als Un­ter­neh­mer ei­nen Ge­gen­stand sei­nes Be­triebs­ver­mö­gens ver­pfän­det, ist der Pfand­lei­her im Fal­le der Ver­wer­tung des Pfan­des be­rech­tigt, ihm ge­gen­über mit­tels Gut­schrift über den Ver­stei­ge­rungs­er­lös ab­zu­rech­nen.

9. Der Über­schuss steht dem Aus­lö­sungs­be­rech­tig­ten zu und wird ge­gen Rück­ga­be vom Pfand­schein aus­ge­zahlt; Zif­fer 6 gilt ent­spre­chend. Über­schuss ist der­je­ni­ge Teil des Er­lö­ses aus dem Pfand, der nach Ab­zug des Dar­le­hens, der Zin­sen, Stand­ge­büh­ren, Un­kos­ten­ver­gü­tun­gen so­wie der an­tei­li­gen Ver­stei­ge­rungs­kos­ten, so­weit die­se nicht vom Käu­fer er­ho­ben wer­den, ver­bleibt. Wird der Über­schuss nicht in­ner­halb 2 Jah­ren nach der Ver­wer­tung des Pfan­des beim Pfand­lei­her ab­ge­holt, so wird die­ser der zu­stän­di­gen Be­hör­de ab­ge­lie­fert und ver­fällt; die Frist be­ginnt mit Ab­lauf des Jah­res, in dem das Pfand ver­wer­tet wor­den ist.

10. Das Pfand ist auf Kos­ten des Pfand­lei­hers min­des­tens zum dop­pel­ten Dar­le­hens­be­trag ge­gen Feu­er-​ und Lei­tungs­was­ser­schä­den, ge­gen Ein­bruch-​Dieb­stahl so­wie an­ge­mes­sen ge­gen Be­rau­bung ver­si­chert. Der Pfand­lei­her haf­tet für Schä­den oder Ver­lus­te nur im Um­fang der ab­ge­schlos­se­nen Ver­si­che­rung mit der Ver­si­che­rungs­sum­me. Ei­ne wei­ter­ge­hen­de Haf­tung, ins­be­son­de­re für Schä­den durch Bruch, Schäd­lin­ge al­ler Art oder dgl. ist aus­ge­schlos­sen, so­weit nicht dem Pfand­lei­her Vor­satz oder gro­be Fahr­läs­sig­keit vor­zu­wer­fen sind. Er­satz­an­sprü­che kön­nen nur bei Ent­ge­gen­nah­me des Pfan­des gel­tend ge­macht wer­den. Ei­ne Haf­tung des Pfand­lei­hers ist aus­ge­schlos­sen, so­bald das Pfand aus den Ge­schäfts­räu­men ent­fernt und ei­ne Be­schä­di­gung nicht be­an­stan­det wor­den ist.

11. Das Pfand kann auch pos­ta­lisch aus­ge­löst oder er­neu­ert wer­den. Über die Ein­zel­hei­ten der Ab­wick­lung muss sich der Ver­pfän­der mit dem Pfand­lei­her in Ver­bin­dung set­zen. Zur Ab­wen­dung ei­ner be­vor­ste­hen­den Ver­stei­ge­rung müs­sen je­doch im Fal­le der Aus­lö­sung min­des­tens der Dar­le­hens­be­trag, im Fal­le der Er­neue­rung die bis zum Zah­lungs­ein­gang auf­ge­lau­fe­nen Zin­sen und Un­kos­ten­ver­gü­tun­gen spä­tes­tens zwei Ta­ge vor dem Tag der Ver­stei­ge­rung beim Pfand­lei­her ein­ge­hen. Der Ver­sand er­folgt auf Ge­fahr des Auf­trag­ge­bers. Auch bei Ver­sand des Pfand­stü­ckes gilt der Haf­tungs­aus­schluss nach Ziff. 10 Abs. 3 Satz 2. Schecks, Wech­sel oder sons­ti­ge Zah­lungs­an­wei­sun­gen wer­den nicht in Zah­lung ge­nom­men. Bei brief­li­chen Ab­fra­gen wird ge­be­ten, Rück­por­to bei­zu­fü­gen.

12. Ge­richts­stand und Er­fül­lungs­ort ist -​so­weit nicht ge­setz­lich an­ders ge­re­gelt-​ der Ort der ge­schäft­li­chen Nie­der­las­sung des Pfand­lei­hers, in wel­chem der Pfand­kre­dit­ver­trag ab­ge­schlos­sen wor­den ist.